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Kernzone "Bobenthaler Knopf"

 

 

 Wir, die Freiwillige Feuerwehr Bobenthal, sind eine zurzeit 14-köpfige Teileinheit der über 300 Mitglieder starken Feuerwehr der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland im Landkreis Südwestpfalz, Bundesland Rheinland-Pfalz. Als typische Dorffeuerwehr ist unsere Aufgabe bei einem Einsatz die Rettung gefährdeter Menschen und Tiere sowie die Einleitung erster Maßnahmen zur Brandbekämpfung beziehungsweise zur Abwehr sonstiger Gefahren.

 

 

 

 

 

Unser Einsatzgebiet umfasst die 2.123,5 Hektar große Gemarkung der Ortsgemeinde Bobenthal samt dem fünf Kilometer entfernten Ortsteil St. Germanshof. Rund 350 Menschen leben in diesen beiden Siedlungen in unmittelbarer Nähe zur deutsch-französischen Grenze. Neben rund 100 Häusern befinden sich bei uns ein Hotel mit 24 Betten, zwei weitere gastronomische Einrichtungen, einige private Zimmervermieter, eine Schreinerei, die katholische Kirche mit der ältesten Orgel im Landkreis, ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb sowie etliche mehrstöckige, uralte Fachwerkhäuser. Der weitaus größte Teil (fast 90 Prozent) der Gemarkung macht Wald aus - als Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald/Nordvogesen mit der Kernzone "Bobenthaler Knopf". Darüber hinaus durchfließt die Wieslauter, das größte Gewässer im Naturpark Pfälzerwald, die Gemeinde. Auch zwei Landesstraßen gehören zu unserem Einsatzgebiet.

 

Um die an uns gestellten Aufgaben wirkungsvoll erfüllen zu können, verfügen wir seit 1994 über ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Es ist unser einziges Einsatzfahrzeug. Darüber hinaus unterstützen uns - je nach Alarmierungsstichwort - die drei Kilometer entfernte Nachbarwehr Niederschlettenbach, die 15 Kilometer entfernte Feuerwehr Dahn, die Stützpunktfeuerwehr der gesamten Verbandsgemeinde ist, sowie gegebenenfalls weitere Feuerwehreinheiten aus der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, dem Landkreis Südwestpfalz, dem Nachbarlandkreis Südliche Weinstraße oder auch aus Frankreich, wie durch Wissembourg und Wingen bereits geschehen. Laut gesetzlicher Vorgabe müssen wir innerhalb von acht Minuten nach einem Alarm "wirksame Hilfe" eingeleitet haben, die Stützpunktwehr Dahn muss innerhalb von 15 Minuten vor Ort sein, weitere Groß- und Sonderfahrzeuge aus dem Landkreis haben hierfür 25 Minuten Zeit.

 

Wie der Name "Freiwillige Feuerwehr" schon sagt, erfüllen alle Angehörigen der Feuerwehreinheit Bobenthal - und darüber hinaus auch alle anderen Kameraden in den anderen 14 Orten der Verbandsgemeinde - ihren Feuerwehrdienst freiwillig und unentgeltlich. Jeder der Feuerwehrleute geht einem Beruf nach, die Feuerwehrübungen finden nach Feierabend in der Freizeit statt, bei uns freitags alle 14 Tage. Viele von uns engagieren sich darüber hinaus in der Feuerwehr auch auf überörtlicher Ebene - als Ausbilder in der Verbandsgemeinde und im Landkreis ebenso wie durch den Besuch von weiterführenden Lehrgängen.

 

Ein zunehmendes Problem für uns als Feuerwehr ist die Tatsache, dass immer mehr Arbeitsplätze im Ort und im näheren Umkreis verloren gehen. Die Erwerbstätigen, die naturgemäß den Großteil der Feuerwehrleute stellen, müssen immer weiter pendeln und stehen so tagsüber ihren Einheiten im Einsatzfall nicht mehr zur Verfügung. Um bei weniger Personal dennoch die so genannte "Tagesalarmsicherheit" zu gewährleisten, wurden in der Verbandsgemeinde vor einigen Jahren gemeinsame "Ausrückebereiche" definiert. Bei Unfällen oder Gebäudebränden werden hier automatisch zwei Wehren parallel alarmiert, um die Wahrscheinlichkeit für mehr Personal zu steigern. Die Feuerwehr Bobenthal bildet mit der Einheit Niederschlettenbach den Ausrückebereich "Unteres Wieslautertal", so dass für uns inzwischen auch gemeinsame Übungen und Einsätze in der Nachbargemeinde zum Alltag gehören.

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Bei allem Übungs- und Einsatzdienst finden wir immer noch Zeit, Kontakte mit den Feuerwehren in der Umgebung, hier besonders mit den Kameraden aus dem elsässischen Wingen, zu pflegen. Darüber hinaus sind wir auch mit unserer alten Handdruckspritze aus dem Jahr 1897 bei Festen und Umzügen dabei. Zu den Höhepunkten zählten dabei sicher die Teilnahme am Rheinland-Pfalz-Tag in Ludwigshafen im Jahr 1992 sowie die Teilnahme beim großen Brezelfest-Umzug in Speyer im darauf folgenden Jahr.

 

      

Hist. Handdruckspritze von 1897

 

TSF  (1972-1994)

 

TSF-W  (seit 1994)

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